mit den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung und körperliche und motorische Entwicklung

 

 

Projektleitung: Gerd Bossert

Hauptstraße 76, 73505 Neuenbürg-Dennach

Tel.: 07082 / 79 22 121

 

Der „Dennacher Pflug“ besteht seit dem Jahr 2003. Seit dem Jahr 2011 kooperiert die Außenstelle der Gustav-Heinemann-Schule (Gebäude „Paul Ochner“) mit einer Klasse der Schule am Winterrain (Gebäude „Gasthaus Pflug“).

Dennach ist ein Ortsteil der Stadt Neuenbürg im Nordschwarzwald und ist an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen.

Insgesamt werden 15 Schülerinnen und Schüler beschult. Diese befinden sich in der Haupt- und Berufsschulstufe und sind zwischen dreizehn und achtzehn Jahre alt. Einige Schüler nutzen öffentliche Verkehrsmittel, der andere Teil den organisierten Schülertransport.

Das Team setzt sich aus Fachlehrern G, Sonderschullehrern, Betreuungskräften und einem FSJ zusammen.

Der Gesamtrahmen der pädagogischen Arbeit ergibt sich aus dem aktuellen Bildungsplan, den individuellen Schülervoraussetzungen und den regionalen Bedingungen und Strukturen.

Damit die Schüler möglichst umfassend und effektiv auf die berufliche und soziale Teilhabe nach der Schule vorbereitet werden, bedarf es eines projektorientierten Unterrichts in wirklichkeitsentsprechenden Erfahrungs- und Erprobungsfeldern.

Dem Bildungsbereich Selbstständige Lebensführung mit seinen Dimensionen: Selbstversorgung, Mobilität, Wohnen und Freizeit, sowie Arbeit  fällt in unserem Unterricht und Schulalltag eine bedeutsame Rolle zu. Die Vermittlung der Inhalte erfolgt zumeist in einem engen lebenspraktischen Bezug. So werden diverse themenbezogene Arbeitsprojekte angeboten.

Für die Schülerfirma „Dennacher Pflug“ ist das zentrale Projekt der „Stammtisch“. Einmal im Monat werden vorhandene Stundenplanstrukturen aufgelöst und durch praktische Tätigkeiten, wie z.B. Waschen und Bügeln der Berufskleidung, Vorbereitung der Gasträume, Einkaufen der Lebensmittel, ersetzt. Die Schüler arbeiten an Stammtischtagen in den Bereichen Küche und Service. Das Gasthaus öffnet um 17Uhr. Die Schüler arbeiten bis 20Uhr, danach übernehmen die Lehrkräfte, sowie ehrenamtliche Mitarbeiter die Bewirtung bis zum Ende des Tages.

Nach Ablauf eines „Stammtisches“, dies umfasst die Vor- und Nachbereitung, sowie die Durchführung an sich, findet für alle Schüler eine Reflexionsrunde statt. Ziel ist es, die eigene Leistung kritisch zu bewerten.

Eltern sind sehr wichtige Partner der Schule. Die Zusammenarbeit findet in Form von Eltern- und Informationsabenden, Entwicklungs- und Beratungsgesprächen (Standortgesprächen), Möglichkeiten zur Hospitation, Hausbesuchen und schriftlichen Austausch statt. Von größter Bedeutung ist es, dass Eltern den Unterricht der pädagogisch aufgezeigten Zielsetzung zur Verselbstständigung akzeptieren und unterstützen.

Bei der Umsetzung der individuellen Ziele für die Schüler steht größtmögliche Selbstverwirklichung in sozialer Integration als Leitgedanke im Mittelpunkt. Ebenso erfolgt größtmögliche Verselbstständigung in folgenden Bereichen: Mobilität, Selbstversorgung und Existenzsicherung, Trainingswohnen, Praktika, Kooperationen aufbauen und pflegen, Erbringen von Dienstleistungen oder Entwicklung von Kompetenzen zur Freizeitgestaltung.

 

Konzeption der Teilhabeprojekte

Definition – Außenstellen sind Sonderschulklassen zur Förderung der Teilhabe, die räumlich ausgelagert sind, sich selbst verwalten, versorgen und organisieren.

Zielsetzung ist die größtmögliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben/ die Verselbstständigung erfolgt in folgenden Bereichen: Mobilität, Selbstversorgung, Erbringen von Dienstleistungen, Aufbau und Pflege eines regionalen Netzwerkes, Kooperation in versch. Bereichen, Vorbereitung auf das nachschulische Leben, Aufbau und Führen einer wirtschaftlich rentablen Schülerfirma.

Pädagogische Arbeit/ Planung und Umsetzung – Grundlage der pädagogischen Arbeit ist der aktuelle Bildungsplan für Geistigbehinderte. Individuelle Schülervoraussetzungen werden genauso beachtet, wie die vorherrschenden regionalen Bedingungen. Innerhalb der Tagesstruktur finden fächer- und klassenübergreifende Lerngruppen statt. Kulturtechniken, wie z.B. Mathe oder Deutsch werden in die Lebenspraxis übertragen. Dadurch wird ein Sinnzusammenhang zum Alltag hergestellt.

 

Flyer des Teilhabeprojekts "Gasthaus Pflug"

 

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